Archiv für Juni 2010

Gesamtstrecke Tour de france

Tourstrecke

von der offiziellen Tour Seite

Halim Dener

Halim Dener Plakat

Großartige Ironie! Der beste Antinationale Song dieser WM

Am Besten ist die Formulierung „und wir reiten auf den Schäferhunden Richtung Horizont“.

1.Etappe der Tour am 4.7.

1.Etappe Tour

Ein Euskatel-Fahrer in der Ausreißergruppe zeigt die Angriffslust des Teams. Gut so! Weniger schön waren die Stürze beim zu erwartenden Sprint zum Ziel. Aber es ist glücklicherweise nichts wirklich Ernstes passiert.

Profil des Tour-Prologs am 3.7.

Prolog Tour

Armstrong war um einiges stärker als erwartet. Das war ein vielversprechender Auftakt.

Am 3.7. geht es los…

Dann startet wieder die Tour de france und bei ihr meine persönlichen Favoriten von Euskaltel-Euskadi. Vielleicht gelingt es ihnen ja diesmal legal eine Etappe zu gewinnen, nachdem ihr Klassementfahrer Mikel Astarloza letztes Jahr eine Etappe gewann und danach öffentlich wurde, dass er bei einer Dopingprobe vor der Tour 2009 positiv auf EPO getestet wurde.
Vorläufige Liste der Starter bei der Tour:
Team Kapitän Samuel Sánchez
Egoi Martinez
Rubén Pérez
Gorka Verdugo
Amets Txurruka
Iñaki Isasi, Juanjo Oroz, Alan Pérez, Aitor Hernandez and Iban Velasco werden um die verbleibenden 4 Plätze konkurrieren. U23 Weltmeister Romain Sicard wurde als Reserve benannt, genauso wie Koldo Fernandez de Larrea und Benat Intxausti.

Gora! Gora Euskaltel!

ND am 22.06. – Armstrong verspricht knappe Tour-Entscheidung

Optimistisch nach Podium in Schweiz / Streckenbesichtigung in Alpen

Nach der gelungenen Generalprobe genießt Lance Armstrong die Sonne am Genfer See und geht voller Optimismus in die heiße Vorbereitungsphase für die Tour de France. Sein zweiter Platz bei der Tour de Suisse hat dem Texaner Rückenwind für den Angriff auf den achten Tour-Sieg gegeben. »Das Ergebnis zeigt, was von mir zu erwarten ist. Ich versuche noch, das eine extra Prozent aus mir herauszuholen. Es wird ein enges Rennen«, sagte Armstrong.

Mit seinem Mentor Johan Bruyneel nimmt der 38-Jährige in dieser Woche die Alpenpassagen der am 3. Juli in Rotterdam beginnenden Tour unter die Lupe. Im noblen Genf hat Armstrong sein Basislager aufgeschlagen, von dort aus geht es nach Morzine, zum Col de la Madeleine und zum Col de la Colombiere.

Rein mathematisch ist ihm der achte Triumph auf den Champs Elysees ohnehin nicht mehr zu nehmen. »Ich war Dritter in Luxemburg und Zweiter in der Schweiz. Da lässt sich das nächste Rennen leicht ausrechnen«, scherzte Armstrong. Über seine Form zeigte sich der Kapitän des Teams RadioShack zwei Wochen vor der Tour erfreut.

Mit seinen Leistungen in den Bergen kann der selbsternannte Boss des Pelotons durchaus zufrieden sein. Im Zeitfahren hat er allerdings Nachholbedarf. Auf dem Schlussabschnitt der Tour de Suisse verlor Armstrong über eine Minute auf Sieger Tony Martin. Tour-Favorit Alberto Contador, der bei der Dauphine Libere den Prolog gewonnen hatte, scheint bereits einen Schritt weiter zu sein.

Armstrong wies kritische Nachfragen jedoch zurück. »Im Resultat spiegelt es sich nicht wieder, aber ich habe mich gut gefühlt«, sagte der Amerikaner. Es sei ein hartes Zeitfahren gewesen ohne Verschnaufpausen und die äußeren Bedingungen hätten sich ein wenig verschlechtert.

Es ist dennoch auffällig, dass Armstrong in seiner einstigen Paradedisziplin Zeitfahren seit seinem Comeback im vergangenen Jahr der Konkurrenz oft hinterherfährt. Ein elfter Platz wie am Sonntag wäre zu seinen Glanzzeiten selbst gegen Spezialisten wie Martin und Fabian Cancellara (Schweiz/Saxo Bank) indiskutabel gewesen.

Armstrong dürfte nach jetzigem Stand sogar entgegenkommen, dass es bei der Tour nur ein langes Zeitfahren gibt. Damit erspart er sich womöglich, auf Fahrer wie Bradley Wiggins (Großbritannien/Sky) oder Denis Mentschow (Russland/Rabobank) in den Bergen ein oder zwei Minuten aufholen zu müssen.

Der Rekordsieger der Frankreich-Rundfahrt wird im Juli alles auf die Teamkarte setzen. In seinem Landsmann Levi Leipheimer und dem Cottbuser Andreas Klöden hat er Helfer in seinem Team, die in nahezu jeder anderen Mannschaft selbst Kapitän wären. Durch taktisches Fahren wird die Armstrong-Equipe versuchen, den antrittsstärkeren Alberto Contador (Spanien/Astana) und Andy Schleck (Luxemburg/Saxo Bank) den Zahn zu ziehen.

Linke Postmoderne Literatur – eine Empfehlung

Im folgenden dokumentiere ich die vier Teile des Wu Ming Essays „Spectres of Müntzer at sunrise“, da das Schriftstellerkollektiv einige der besten aktuellen Versuche zur Definition einer postmodernen linken Literatur liefert. Englischkenntnisse sind allerdings Voraussetzung, da nur Q (noch von Luther Blisset) ins deutsche übersetzt wurde und viele Werke des Kollektivs in Englisch zu haben sind.

Teil 1 von 4
Teil 2 von 4
Teil 3 von 4
Teil 4 von 4

Aus dem Text zu ihren und den Fehlern der globalisierungskritischen Bewegung:
Although it was inspiring and effective, the metaphor was a misrepresentation. There was no real siege going on, as you can’t besiege a power that’s everywhere and whose main manifestation is a constant flow of electrons from stock exchange to stock exchange.
That misrepresentation would prove fatal in Genoa.
We were mistaking the power’s formal ceremonies for the power itself.
We were making the same mistake Müntzer and the German peasants had made.
We had chosen one battleground and a supposed field-day.
We were all heading to Frankenhausen.

Nicht das Wolkenkuckucksheim… Aber die Kreativwerkstatt

In den letzten Jahren gab es eine angeregte Diskussion über Utopien in der (radikalen) Linken und seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise heißt es Allerorten, man müsse gesellschaftliche Alternativen anbieten können, um die Krise zu nutzen. Jenseits davon ob die Kräfteverhältnisse dafür überhaupt eine Grundlage geben, findet sich stets die Vorstellung man müsse an reale Verhältnisse anknüpfen und dürfe keine Wokenkuckucksheime aufbauen. Das führt einerseits zu einer dringend gebotenen Auseinandersetzung mit dem Erbe des Realexistierenden Sozialismus und andererseits zu der absurden Folgerung, dass heute nicht zum Ausgangspunkt zu machen, sondern schon zur befreiten Zone zu erklären, die nur noch räumlich ausgedehnt werden müsse. Beispile dafür sind die Debatten um Regierungsprojekte in Lateinamerika, alternative Ökonomie, Grundeinkommen, etc. Das all dies zwar Tendenzen sind, die einen Beitrag zum politischen Kampf um eine befreite Gesellschaft leisten können ist richtig, aber dass die befreite Gesellschaft mehr ist als die Summe dieser Projekte.

An dieser Stelle möchte ich daher ein Plädoyer für die Wolkenkuckucksheime halten. Sicherlich ist der klassicshe utopische Roman, der quasi als Anleitung zu einer befreiten Gesellschaft dient eher Vorlage für problematische Politikentwürfe, die im schlimmsten Fall technokratische Vorstellungen bedienen. Aber die aktuellen (oder auch schon nicht mehr so aktuellen) Versuche der Science-Fiction Literatur postkapitalistische Gesellschaften zu skizzieren sind anders geartet. Sie sind keine Anleitungen zu einer besseren und harmonischen Welt, sondern skizzieren eine postkapitalistische Gesellschaft mit eigenen Widersprüchen und Problemen. Sie sind also quasi eine Simulation antikapitalistischer Ideen und der Einwände gegen sie. Diese meinetwegen unwissenschaftliche Methode, in der SF als Kreativwerkstatt der KommunistInnen dient, finde ich äußerst bereichernd. Im angelsächsischen Sprachraum, wo dies schon lange so diskutiert wird, gibt es die profiliertesten AutorInnen linker und feministischer Prägung. Einer von Ihnen – China Mieville – hat eine Liste von 50 SF-Romane, die SozialistInnen gelesen haben sollen, zusammengestellt.

Mieville zu diesen: This is not a list of the “best” fantasy or SF. There are huge numbers of superb works not on the list. Those below are chosen not just because of their quality—which though mostly good, is variable—but because the politics they embed (deliberately or not) are of particular interest to socialists.

Danke an http://fortschritt.blogsport.de/ für den Link.

Die Bedrückung der Verhältnisse…