Tag-Archiv für 'internationalismus'

Zizek zu Revolten in Nordafrika und Nahem Osten Teil 1

Hoffentlich geht es weiter…

Die Hetze bürgerlicher Medien gegen die griechischen Anarchos

Während in der BRD die Partei DIE LINKE Pappkartons als Sparpakete an Angela Merkel zurücksendet und damit wohl nur die Postannahme im Bundeskanzleramt beschäftigt, sorgt ein Paket aus Griechenland für ganz andere Aufmerksamkeit in der BRD und auch im europäischen Ausland. Denn nicht nur Angie, sondern auch die anderen Charaktermasken in Amt und Würden hatten Post. Nur die Annahme klappte nicht, da diese Pakete mehr Knall verursachten.

Die Reaktion der deutschen Presse war klar (z.B. http://www.fr-online.de/politik/-feuerzellen--im-verdacht/-/1472596/4801130/-/index.html): Die AnarchistInnen aus Griechenland sind es gewesen. Grüppchen, die seit dem Aufstand 2008 entstanden sind werden vorgestellt und als Kreise beschrieben aus denen TäterInnen stammen könnten. Zur Entstehung der Grüppchen wird auf den Aufstand verwiesen. Die TäterInnen stammten aus den AnarchistInnenkreisen, die 2008 randaliert hätten. Diese Grüppchen stünden in Tradition der Gruppe 17.November, die ja zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen hätte.

Das griechische Anarchos und der 17.November wenig miteinander zu tun haben interessiert da niemanden mehr. Noch viel weniger interessant ist, dass der Aufstand 2008 kein Werk von AnarchistInnen war, sondern von breiten Teilen der griechischen Jugend getragen wurde. Gründe dafür waren u.a. die hohe Arbeitslosigkeit, Prekarisierung und in Folge Perspektivlosigkeit vieler griechischer Jugendlicher. Das diese Unzufriedenheit in den Kampf für ein andere Gesellschaft umgewandelt werden soll ist nun wirklich zu begrüßen. Falls also die zwei nach der Paketaufgabe Verhafteten wirklich aus dem Freundeskreis von Alexis stammen, zeigt sich vielmehr eine Militarisierung des zu Grunde liegenden sozialen Konflikts. Und dies ist durch die IWF und EU-Zwangsverwaltung Griechenlands im Interesse der Regierungen und Kapitalfraktionen, für die die PaketadressatInnen stehen, noch verschärft worden.

Letztlich hätten auch „ganz normale Jugendliche“ diese Pakete versenden können. Denn die Brüche in der griechischen Gesellschaft sind tief. Ob sie AnarchistInnen sind oder nicht ist seit 2008 weniger wichtig geworden für eine Bereitschaft zur Militanz. Dass die griechische anarchistische Szene (schon seit Jahren im Strassenkampf) sich auf solche militaristischen Logiken einlässt und weitgehend unkritisch mit der Gewaltfrage umgeht, habe ich schon bei dem Tod der Bankangestellten auf diesem Blog ausgeführt.
Aber eine solche Verleumdung von GenossInnen wie derzeit ist auch durch eine zu ihnen kritische linksradikale Position nicht hinnehmbar. Verwundern sollte es aber auch nicht, da die deutsche Presse noch jeden Aufstand in Europa entpolitisiert hat. Verwiesen sei nur auf die Denunziation der Banlieues-Aufstände 2005 als „Rassen“konflikt bzw. islamistisch gesteuerte Angriffe auf die westliche Zivilisation. Auch damals wurden soziale Deutungen verdrängt, denn Austände in europa können ja nur von Parias ausgehen.

Wer die griechische Szene selber sprechen lassen will, kann dies mit dem Buch „We are an image to the future“ tun. Hier das Werbevideo dafür:

ETA ruft Waffenstillstand aus – Initiative für einen Friedensprozeß

“Die revolutionäre, sozialistische, baskische nationale Befreiungsorganisation Euskadi Ta Askatasuna, möchte dem baskischen Volk mit dieser Erklärung seine Überlegungen und seine Entscheidung bekanntgeben.

Ein halbes Jahrhundert ist bereits vergangen, seit ETA damit begann, Bürgerinnen und Bürger gegen die brutale Strategie der Negation und der Annihilation des baskischen Volkes zu organisieren und sich dem bewaffneten Freiheitskampf verpflichtete. Seither haben hunderte Männer und Frauen ihre Träume und ihre Leidenschaft in den Dienst dieser Organisation gestellt, haben ihr Bestes gegeben. Normale Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Herkunft haben sich Generation um Generation mit demselben Ziel vereint: Baskenland und Freiheit.
Der Kampf für die Freiheit des baskischen Volkes hat immer die Handlungsweise von ETA bestimmt. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir diese Verantwortung immer getragen. Mit Demut, aber mit Bestimmtheit, mit dem festen Willen zu gewinnen. Das Baskenland verdient nichts anderes.

Als die politische Reform des Frankismus die Negation des baskischen Volkes weiterführte, entschieden sich andere, die Autonomie zu akzeptieren. ETA hingegen reagierte mit Verantwortung: als erstes mit der Forderung nach einem demokratischen Neuanfang, danach durch Opposition gegen alle Angriffe und alle Versuche der Assimilation.
ETA und, allgemeiner gesprochen, die abertzale Linke, haben den Kampf nicht aufgegeben. Und die Kosten waren nicht gering: Folter, Gefängnis, Exil und auch Mord. Aber dieser harte Kampf hat das baskische Volk am Leben gehalten, und hat die Möglichkeit eröffnet, eine Zukunft in Freiheit zu schaffen. Wir haben gezeigt, dass die Autonomie für die Wünsche der baskischen Bürgerinnen und Bürger eine Sackgasse darstellt, die nicht mehr ist, als ein Instrument der Spaltung und der Zergliederung des Baskenlandes. Und wir haben die Maßnahmen, die in die Wege geleitet wurden, den Befreiungskampf zu neutralisieren, Stück um Stück überwunden.

Eine der Aufgaben von ETA war es, neue Möglichkeiten im Kampf um die Befreiung des baskischen Volkes zu eröffnen. So hat ETA zahllose Vorschläge und Initiativen zur Zusammenarbeit, wie auch Vorschläge zur demokratischen Lösung des Konflikts gemacht. Von Txiberta bis Lizarra-Garazi, und auch Bergara. Von der Alternative KAS zur demokratischen Alternative. Weil wir die Konstruktion von Euskal Herria als kollektive Aufgabe betrachten, die über den Interessen Einzelner steht.

In der letzten Zeit befindet sich das Baskenland in einer wichtigen Phase, am Scheideweg.

Der Kampf der vergangenen Jahre hat neue politische Möglichkeiten eröffnet. Die Autonomie hat jeden Kredit verloren, für das baskische Volk ist die Stunde gekommen, den politischen Wandel einzuleiten, der Moment für die Schaffung demokratischer Verhältnisse in Euskal Herria, so wie es der Wunsch der Mehrheit der baskischen Bevölkerung ist.

Der spanische Staat ist sich bewusst, dass Euskal Herria sich am Scheideweg befindet und dass es sich für die Option der Unabhängigkeit entscheiden kann. Deshalb existiert die faschistische Offensive. Sie wollen die Möglichkeiten für den politischen Wandel in der Verzweiflung über die Blockade ertränken; sie wollen die politische Auseinandersetzung umlenken, um eine demokratische Lösung zu verhindern, und den Wusch der Bevölkerung durch den Ausnahmezustand ersticken.

Die baskischen Akteure und die baskischen Bürgerinnen und Bürger müssen dieser Situation mit Verantwortung und mit Nachdruck begegnen. Mit folgenden Überlegungen möchte ETA an sie appellieren. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und Schritte voran zu gehen:

* durch die Artikulation des Projektes der Unabhängigkeit;

* auf dem Weg, Bedingungen für einen demokratischen Prozess zu schaffen;

* als Antwort auf die Unterdrückung und in der energischen Verteidigung der Bürgerrechte und der politischen Rechte
Politische Veränderung ist möglich. Aber auf diesem Weg gibt es keine Abkürzung. Der Weg zur Freiheit muss Schritt für Schritt gegangen werden, allerdings mit Anpassung an die Situation. Aber es ist nötig zu kämpfen und Stärke zu zeigen, um das Ziel zu erreichen. Ohne Konfrontation lassen sich Negation und Borniertheit nicht überwinden. Diese Bemühungen hat ETA immer unterstützt und wird sie weiter unterstützen.

ETA bekräftigt ihr Eintreten für eine demokratische Lösung, ihr Eintreten für eine demokratische Lösung, durch die – mittels Dialog und Verhandlung – wir baskischen Bürgerinnen und Bürger unsere Zukunft frei und demokratisch entscheiden können. Wenn die spanische Regierung den Willen hierzu hat, ist ETA bereit, heute so wie schon gestern, die nötigen demokratischen Elemente abzustimmen, um einen demokratischen Prozess einzuleiten.

Wir haben dies auch der internationalen Gemeinschaft bekannt gemacht. An sie appellieren wir, mit historischer Verantwortung auf den Willen und den Entschluss von ETA zu reagieren, sich an der Ausarbeitung einer dauerhaften, gerechten und demokratischen Lösung dieses alten, politischen Konfliktes zu beteiligen.

Die Entscheidung von ETA

ETA hat bereits vor einigen Monaten die Entscheidung getroffen, keine bewaffneten Angriffe auszuführen.
ETA ruft noch einmal die baskischen Akteure in Politik, im sozialen und im gewerkschaftlichen Bereich auf, mit Verantwortung zu reagieren. Um das Szenario eines demokratischen Prozesses zu erreichen, müssen wir feste Schritte als Volk gehen. Es ist nötig, den Prozess zur Übertragung der Entscheidungsgewalt an das Volk abzusichern. Denn die Tür zu einer wahrhaften Lösung des Konflikts wird sich erst dann öffnen, wenn die Rechte des baskischen Volkes anerkannt und garantiert sind.

Am Schluss wollen wir alle baskischen Bürgerinnen und Bürger aufrufen, den Kampf fortzusetzen und sich einzubringen. Jede und jeder in ihrem eigenen Umfeld, soviel, wie jemand bereit ist, so dass wir mit der Woge aller dieser Tropfen die Mauer der Negation einreißen können und irreversible Schritte auf dem Weg zur Freiheit gehen.

ES LEBE DAS FREIE BASKENLAND! ES LEBE DAS SOZIALISTISCHE BASKENLAND! FÜR UNABHÄNGIGKEIT UND SOZIALISMUS!

Baskenland, September 2010

Euskadi Ta Askatasuna

E.T.A”

Debattenbeitrag – Nahost-Konflikt

Folgenden Artikel halte ich für eine interessanten Diskussionsaufriss über die Perspektive auf den Nahost-Konflikt. Viel davon halte ich für bereichernd, aber auch Einiges für grundfalsch. Sympathisch ist mir zum Beispiel das Hinterfragen der europäischen Perspektive auf den Konflikt, die Feststellung einer ditten Linie jenseits von Imperialismus und Kommunismus und die Bereitschaft sich stärker auf die Situation vor Ort einzulassen. Unsympathisch dagegen ist mir sowohl die Hierarchisierung von (Sklaverei schlimmer als die Shoa) als auch der rein quantitative Vergleich qualitativ unterschiedlicher Verbrechen (industrielle Vernichtung vs. imperialistische Unterwerfung). Genau wegen dieser Ambivalenzen lehne ich auch die Geste der moralischen Überlegenheit der beiden Autoren ab, die in dem Argument gipfelt alle anderen Positionen könnten auf eine aristokratische Stellung im globalen Kontext zurückgeführt werden. Die Auflösung des Eurozentrismus wird so leider zur Dominanz der Position der Peripherie (Die in diesem Fall auch noch der Argumentation dt. Linker dient!). Angesichts solcher historischer Scheiße wie der Zurückweisung der Kritik an den Roten Khmern durch Samir Amin als eurozentristisch, sollte eine solche Argumentation der eigenen moralischen Überlegenheit nicht zu sicher sein. Einen Dialog der metropolitanen und peripheren Linken wäre dagegen angebracht. Sicher auch unter einem bias zugunsten der Peripherie.

Weißer Blick
Zur endlosen Debatte um Israel/Palästina – ein Beitrag aus der Interventionistischen Linken (IL)

In ak 551 dokumentierten wir Ausschnitte aus Kommentaren deutscher Linker zur Kaperung der Free-Gaza-Flottille durch israelisches Militär. Die darin zu Tage tretenden Differenzen sind unüberbrückbar, eine Diskussion der gegensätzlichen Positionen erscheint als sinnlos – und findet nicht statt. Innerhalb der Interventionistischen Linken (IL) wird immerhin in Ansätzen um kontroverse Positionen gestritten, wenn auch bislang ohne greifbares Ergebnis. Der folgende Text ist ein zur Veröffentlichung in ak überarbeiteter Beitrag zu einer internen Emaildiskussion der IL.

Gefragt nach einer öffentlichen Stellungnahme zum israelischen Überfall auf die Gaza-Solidaritätsflotte, schiebt die IL ihre Positionierung auf: in Sachen Israel/Palästina nicht das erste Mal. Darin drückt sich der Widerspruch einer antinationalen bzw. antideutschen und einer internationalistischen Strömung aus, der zudem generationsgeschichtlich aufgeladen ist: Nehmen wir Durchschnittsalter, Politisierungsphase und Anzahl der AktivistInnen zum Maßstab, fällt auch in der IL der antinationalen bzw. antideutschen Strömung vorab eine bestimmte Hegemonie zu, während die internationalistische Strömung nicht nur gegen diese Hegemonie andiskutieren, sondern auch noch die „Altlasten“ ihrer eigenen, vergangenen Hegemonie tragen muss.

Das sichtbarste Zeichen dieser Ausgangsposition ist der Umstand, dass in der IL „eigentlich“ sehr viel mehr GenossInnen offen „internationalistisch“ stimmen würden, sich dann aber doch eher passiv verhalten, weil sie nicht vors hegemoniale Gericht geladen werden wollen. Es hat in gewisser Weise jede und jeder bereits den „Antisemitismusverdacht“ der einschlägigen Blogs, Zeitschriften und Konkurrenz-Antifa im Kopf und möchte lieber nicht zum Angeklagten werden.
Die Linke ist wieder eine konstitutiv weiße Linke

Umgekehrt gibt es tatsächlich eine auf ihren Antizionismus fixierte Ein-Punkt-Linke, wirkt noch immer die hochproblematische Variante eines „objektiven Antiimperialismus“, der über Feindbestimmungen zu gemeinsamen Widerstandsfronten kommt. Zugleich gibt es das Problem, das mit den real existierenden „fundamentalistischen“ (im Jargon des Westens: „islamistischen“) Fronten ungenügend benannt ist – sagen wir verkürzend: Es gibt in der Hauptkonfrontation imperiale Macht/kommunistische Bewegung eine „Dritte Front“, die sowohl antiimperial als auch antiemanzipatorisch ist. Und es gibt natürlich das deutsche Problem.

Als Leute aus vor-antinationaler Zeit können wir im Großen und Ganzen einräumen: Ja, der Antinationalismus und das Antideutschtum haben eine grundsätzliche Neuerung gebracht, die reflektiert aufgenommen werden muss und im Prinzip unhintergehbar ist. Sie führt uns parallel dazu, uns nicht mehr an ein „Proletariat“ zu adressieren, das affirmativ durch Arbeit definiert ist. Auf den Punkt gebracht: „Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch“ kann nicht mehr unsere Losung sein – ihre unreflektierte Geschlechtlichkeit markiert übrigens den dritten Scheidepunkt. Um die generationsgeschichtliche Differenz kenntlich zu machen: In den 1970er Jahren zierte diese Losung locker drei Viertel der linken Postillen, auch wenn die darin nicht aufgingen und deshalb weder blaumann- noch völkerfreiheitsfixiert waren.

Und trotzdem: Die antinationale Neuerung nach dem Mauerfall 1989 und der folgenden Massenmilitanz von Rechts geht wie nahezu jede Neuerung mit einer Löschung einher: Sie löscht, was im „Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!“ immer auch gemeint war. Bekanntlich wurde diese Losung angesichts der zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits abgeschlossenen Verwandlung großer Teile des weißen Proletariats in „Arbeiteraristokratien“ geprägt, die im Bestehenden ihren sozialdemokratisch organisierten korporativen Vorteil suchten, und sie reflektierte ausdrücklich den weißen Ursprung des kommunistischen Projekts, d.h.: Sie öffnete dieses Projekt überhaupt erst auf das Problem, dass der kapitalistischen die koloniale Ausbeutung voraus- und zur Seite ging, dieses deshalb auch ins Programm der Emanzipation einzuholen war (man vergegenwärtige sich dazu nur, was die Genossen Marx/Engels so zu den „Negern“ abzulegen hatten, ausdrücklich und in der systematischen Anlage ihrer Geschichtsphilosophie).

Die antinationale und hier natürlich mehr noch die antideutsche Wende haben dies neuerlich zugeschüttet: Die Linke ist wieder eine konstitutiv weiße Linke. Dieser Umstand leuchtet schon an ihrem Ursprungsmythos auf: der Holocaust ist in Wahrheit natürlich nicht das „Gattungsverbrechen“ schlechthin, sondern das größte Verbrechen, das Weiße an (vorwiegend) Weißen verübt haben. Wenn es überhaupt ein „Gattungsverbrechen“ gibt (eine zweifelhafte, aber bedenkenswerte Kategorie), dann ist dies noch immer die weiße Versklavung der Schwarzen (im Sinne: Leute des Südens), deren wie auch immer unfreiwillige NutznießerInnen wir tagtäglich sind, im Ganzen unseres Alltags, unserer Selbst- und Weltbezüge – in jeder noch so kleinsten Hinsicht unseres Metropolenlebens.
Blutige Kommandoaktion oder Selbstverteidigung?

Das lässt sich im Blick auf die aktuelle Gaza-Debatte an zwei Punkten konkretisieren. Erster Punkt, eher grundsätzlich: Natürlich ist Israel ein singulärer, d.h. unvergleichlicher Staat, dem deshalb politisch auch ein im Kern unangreifbares Existenzrecht zukommt. Dieser unangreifbare Kern ist: der für die Holocaust-Überlebenden geschaffene Staat zu sein. Doch ist dies in der Form nur eine weiße Bestimmung. Sie löscht, dass Israel zugleich ein weißer KolonistenInnenstaat ist, eben nicht singulär, sondern jedenfalls auf den ersten Blick mit dem ehemaligen Südafrika und Rhodesien, auch mit den lateinamerikanischen Staaten vergleichbar, die konstitutionell Privateigentum ihrer weißen Kompradorenbourgeoisien waren (oder noch sind).

Hier schon bricht sich der antideutsche Versuch, jede besondere Achtsamkeit auf israelische Gewalt durch den Verweis zu relativieren, Israel sei doch dort, wo es kritisiert werden könne, „nur ein ganz normaler Staat“: was für eine weiße Borniertheit, welch letztlich weißer Hochmut, der den Blick der Anderen, der Nicht-Weißen der Region verneint und damit denunziert: den Blick auf koloniale Segregation, religiös-ethnischen Chauvinismus, westliche Bigotterie. (1)

Der zweite Punkt betrifft, was an den Vorgängen um die Kaperung der Gaza-Flottille politisch eigentlich bedeutsam ist: die dahinter stehende Ausdifferenzierung im imperialen Machtgefüge. Es gibt nicht mehr nur weiße (westliche) Herrschaft und im Süden ein schwarzes Unterdrückt- und Ausgebeutetsein, sondern zusätzliche auch schwarze Herrschaftssegmente: hier das der Türkei. Und es gibt deshalb Allianzen zwischen schwarzen Herrschaftssegmenten und schwarzem Unterdrückt- und Ausgebeutetsein. Der politische Islam ist global die vielleicht wirkungsmächtige Kristallisation solcher Allianzen (es gibt in regionalen Kontexten weitere, etwa den südasiatischen Hindu-Chauvinismus). Im konkreten Fall verdichtet sich das in der Rolle des Islamischen Hilfswerks (IHH), als nichtstaatlich-staatlicher Akteur der türkischen AKP-Regierung nahe stehend, einer der tragenden OrganisatorInnen der Solidaritätsflotte.

Um die Bewertung der Gaza-Solidaritätsaktion mit ihren neun teilweise per Kopfschuss aus dem Hubschrauber getöteten TeilnehmerInnen begann nach anfänglichem Zögern auch innerhalb der IL der Deutungskampf: „Blutige Kommandoaktion“ oder „legitime (israelische) Selbstverteidigung“, und überhaupt: haben die auf dem Schiff nicht „angefangen“, weil sie sich gegen ihre Kaperung wehrten? Kaum zur Sprache kam, was die machtpolitische Message der Gaza-Aktion im Verhältnis zu denen ist, um die es eigentlich geht: die PalästinenserInnen. Denn das schwarze Unterdrückt- und Ausgebeutetsein im Gaza-Bantustan weiß jetzt, dass es sich gar nicht mehr an Weiße adressieren muss, nicht mehr um weiße Solidarisierung bitten muss, weil ihm Ankara jetzt erheblich wichtiger sein wird als Washington oder Brüssel.

Angesichts der Parteinahmen allein der weißen Linken kein völlig unverständlicher Entschluss, auch dann, wenn die Unmittelbarkeit der israelischen Gewalt gar nicht in Rechnung gestellt wird. Mehr noch: Wer will dem schwarzen Unterdrückt- und Ausgebeutetsein diese Adresse mit welchem Recht untersagen? Sich strategisch-taktisch einem Herrschaftssegment zu verbinden, ist angesichts der Lebensbedingungen in Gaza wahrlich kein zwingendes Gegenargument – wer das bestreiten will, sollte sich mal in den dort gelebten Alltag imaginieren.
Wo bleibt die Parteinahme für die Unterdrückten?

Überhaupt ist es an der Zeit, hier den wirklichen Umbruch zu verstehen, gerade um die adäquate Kritik und die radikale Solidarität mit den uns nahe stehenden Tendenzen in Palästina und Israel zu entwickeln. Tatsächlich war der historische Antikolonialismus und Antiimperialismus der palästinensischen Bewegung, von Fatah bis zu den linken Gruppen, in seinem pragmatischen Kern zunächst nur Anrufung der verweigerten bürgerlichen Souveränitäts- und Freiheitsrechte; gleiches galt im Prinzip für den nationalistisch-säkularen Panarabismus. Nach dem Untergang der Sowjetunion blieb als Adresse dafür lediglich der Welthegemon USA, vielleicht noch Europa, allgemein: der Westen. Doch hat Washington kein Versprechen mehr: was gleichermaßen die linke Minderheit des palästinensischen Widerstands und die einsamen israelischen Linken trifft.

Demgegenüber haben die Türkei und der pragmatische Islam der AKP-Regierung reelle Angebote: ultimativen Druck auf Washington in der Auseinandersetzung um die palästinensischen Gefangenen in Israel, Verweigerung israelischer Überflugrechte, drohende Aussetzung der Handelsbeziehungen. Die machtpolitische Effizienz unterscheidet die türkische Position zugleich von den salafitischen Dschihadisten (al-Qaida u. a.) und dem schiitischen Messianismus eines Ahmadinedschad. Das Vertrauen auf Ankara trägt: Die Blockade des Gazastreifens ist zumindest gelockert, die EU spricht mit einer Stimme, und selbst Berlin verweigert sich nicht. Für die Betroffenen, die Bevölkerung in Gaza, sind das die wirklichen Orientierungspunkte, weil sie das Leben schlichtweg erleichtern.

Und wir? Kommen wir zum Kern: Die weiße Linke sollte diese Prozesse erstmal verstehen, wenn sie sich als Linke dazu verhalten will. Das schließt, trotz deren verpflichtenden Wahrheitsmoments, die Durchsicht der antinationalen Neuerung ein und zeigt, wie kompliziert die Dinge sind. Und dabei haben wir noch gar nicht genannt, was vor aller klugen und weniger klugen Reflexion für Linke allemal den Ausgang markiert bzw. markieren sollte: die Parteinahme für die Unterdrückten als eine Sache der spontanen Emphase. Auch wenn die Hamas wirklich Agentur einer ganz eigenen Unterdrückung und Ausbeutung ist, ist es blanker Hohn auf die real existierende israelisch-palästinensische Erfahrung, das mühselig dann doch anerkannte „Leid“ der Leute in Gaza in erster Linie als eines der „Einkesselung zwischen Israel und Hamas“ aufzufassen: wie weiß, wie – um es zeitgemäß auszudrücken – „multitudenaristokratisch“ oder auch, ganz schlicht, wie blind.

Selbstverständlich heißt das nicht, Aktionen mit der IHH zu machen. Da gibt es andere Handlungsoptionen, auch wenn sie weniger spektakulär sind: Solidarität mit israelischen AnarchistInnen, internationalistischer Austausch mit palästinensischen BasisaktivistInnen oder auch Unterstützung der GenossInnen, die bedrohte Fischer und Farmer im Gaza durch ihre Präsenz vor alltäglichem Beschuss schützen. (2) Die Mühen der Ebene – eben.

Bouvard und Pécuchet

Anmerkungen:

1) Um den „arabischen Blick“ zu verstehen, lohnt auch heute noch der Text „Israel-Palästina – Ein Problem Europas“ des marokkanischen Sozialisten Abdallah Laroui, der 1967 in der von J.P. Sartre herausgegeben Les Temps Modernes erschien und in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Die Aktion, Heft 218 (Edition Nautilus) nachgedruckt vorliegt.

2) Siehe auch die Berichterstattung von ISM-Gaza Strip unter: www.fishingunderfire.blogspot.com/ und http://farmingunderfire.blogspot.com

P.S.: Ich habe lange überlegt, ob ich folgenden Beitrag aus der letzten analyse&kritik auf meinem Blog dokumentiere, da ich keinen Bock auf Beschimpfungen in Kommentaren habe. Daher überlegt kurz bevor ihr die übliche Inquisitionshaltung einnehmt.

Neue Lektüre – Über Marx hinaus

Ich habe im Urlaub mit der Lektüre von Marcel van der Linden/Karl-Heinz Roth (Hg.): „Über Marx hinaus“ begonnen, nachdem ich Commonwealth frustriert beiseite gelegt habe, und das Buch jetzt etwa zu 2/3 durch (Kann gerade nicht weiterlesen, da ich es verliehen habe. Nerv!). Viele Artikel haben mich stark beeindruckt. Vor allem der historisch und empirisch belegte Angriff auf die Figur des doppelt freien Lohnarbeiters und die Beschreibung Marx‘ von der ursprünglichen Akkumulation konnte ich nachvollziehen und fand ich intelektuell anregend. Meine nächste Anschaffung wird daher auch auf jeden Fall „Die vielköpfige Hydra“ sein. In „Über Marx hinaus“ werden wirklich Grundfragen einer linken Kritik an Marx bzw. kommunistischer Theorie und Praxis im Anschluss an ihn diskutiert. Nach der Lektüre sollten sich einige ZirkulationsmarxistInnen fragen, wer hier die verkürzte Kapitalismuskritik hat, wenn sie von entpersonalisierter Herrschaft und der Aufhebung direkter Gewaltverhältnisse im Kapitalismus sprechen. Genau diese Thesen sind nämlich nach der Lektüre als dominierende Form der Vergesellschaftung fraglich.
Und ich glaube nach der Lektüre werde ich wieder Commonwealth zur Hand nehmen, da Theorie-Mosaiksteinchen nun da sind, die mir das Verständnis erleichtern.

Aus dem ND 4.11.2009
Über Marx hinaus ins Multiversum
Der Historiker Karl Heinz Roth über die Hoffnung auf die Weltrevolution der Ausgebeuteten
Karl Heinz Roth, Jg. 1942, hat Medizin studiert und war zeitweilig als Arzt tätig, bevor er zu seiner eigentlichen Profession fand: der Geschichte der sozialen Bewegungen und des Faschismus, über die er in vielfältiger Weise publiziert hat. Seit seiner Zeit in der SDS-Bundesspitze ist er ein mit den Klassenkämpfen in der Bundesrepublik eng verbundener Wissenschaftler. Roth, seit Jahren im Vorstand der Bremer Stiftung für Sozialgeschichte, hat jetzt zusammen mit Marcel van der Linden den Band »Über Marx hinaus. Arbeitsgeschichte und Arbeitsbegriff in der Konfrontation mit den globalen Arbeitsverhältnissen des 21. Jahrhunderts« (Assoziation A, 605 S., 29,80 ) herausgegeben. Mit ihm sprach Axel Berger.

ND: Mit dem von Ihnen herausgegebenen Buch »Über Marx hinaus« wollen Sie sich explizit nicht in die derzeitige Marx-Renaissance einreihen, sondern an den Grenzen des Marxschen Werkes arbeiten. Nun kommen die meisten versammelten Autoren aus der marxistischen Linken. Ist das Buch auch eine Selbstkritik?

Roth: In bestimmter Hinsicht schon. Gerade für uns ältere Autorinnen und Autoren wurde immer deutlicher, dass das Marxsche Werk nicht so stringent ist, wie wir früher gedacht hatten. Zudem fielen uns zunehmend Fehler des Gesamtansatzes auf, die in den historischen Entwicklungen, aber auch durch die wissenschaftliche Kritik bloßgelegt wurden.

Welche sind das?

Die nachrangige Stellung der Arbeiterklasse in der Analyse der kapitalistischen Dynamik und den Objektivismus bzw. Determinismus im Marxismus hatten ich und andere in der Auseinandersetzung mit dem aus Italien stammenden Operaismus bereits in den 1970er Jahren kritisiert. Nun kam es uns darauf an, die exklusive Stellung der vor allem im nordatlantischen Raum dominierenden Figur des doppelt freien Lohnarbeiters innerhalb der globalen Klasse der Ausgebeuteten und die damit einhergehende eurozentrische Sichtweise in Frage zu stellen.

Der zentrale Begriff, den Sie als Antwort auf diesen eingeengten Proletariatsbegriff vorschlagen, ist der des »Multiversums« – die Summe aller Ausgebeuteten. Ist das Multiversum auch eine Konsequenz aus der stets blamablen operaistischen Annahme, es gebe bestimmte Segmente innerhalb des Proletariats, das die Prozesse anschieben würde?

Zumindest ist es ein endgültiger Abschied von dieser Annahme. Sie ging davon aus, dass nach den Facharbeiterbewegungen des 19. Jahrhunderts die industriellen Massenarbeiter die Epoche von den Revolutionen nach dem Ersten Weltkrieg bis hin zu den Revolten Ende der 60er und der 70er Jahre geprägt hätten. Diese Auffassung war trotz einiger wichtiger Analysen zu den Klassenzusammensetzungen nicht haltbar.

Vor 15 Jahren hatten Sie eine innerhalb der radikalen Linken intensiv diskutierte »Wiederkehr der Proletarität« prognostiziert. Widersprechen Sie dem nun?

Es ist eine Weiterentwicklung. Die Ausdehnung von Phänomenen wie Leiharbeit, Scheinselbständigkeit und anderer deregulierter Arbeitsverhältnisse führte bei mir zur Infragestellung einer ganz bestimmten zentralen Figur der Kämpfe. Es ging schon damals darum, die verschiedenen Existenzweisen innerhalb der Klasse der Ausgebeuteten zusammenzuführen und solidarisch aufeinander zu beziehen. Dennoch blieb dies noch auf die doppelt freie Lohnarbeit beschränkt. Mit dem Begriff des Multiversums wollen wir diese Sicht weiter entgrenzen.

Ein Bündnis aller Ausgebeuteten und Entrechteten?

Bündnis ist das falsche Wort. Es geht eher darum, dass im Marxismus die Reproduktionsarbeit von Frauen, die Subsistenzproduktion oder aber die derzeit wieder auflebende Sklaverei überhaupt nicht vorkamen. Marx ging davon aus, dass solche Arbeitsformen im Zuge der Durchsetzung des Kapitalismus verschwinden würden. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass sie insbesondere jenseits der klassischen industriellen Zentren Bestandteil der globalen Wirtschaft geblieben sind und sich teilweise sogar ausgedehnt haben. Ein sozialrevolutionärer Aufbruch wird von diesen Menschen genauso auszugehen haben wie von den klassischen Arbeitern in der Produktion und in Dienstleistungsgewerben.

Im Gegensatz zu Marx’ Erwartung, die Klasse würde sich durch die Industrialisierung vereinheitlichen, ist es eher zu ihrer weiteren Fragmentierung gekommen.

In der Tat.

Eine Solidarisierung von Menschen in völlig verschiedenen Lebensrealitäten hin zu »einer von Gewalt, Herrschaft und Ausbeutung freien Gesellschaft«, die Sie als Ziel formulieren, scheint aber kaum möglich zu sein, oder?

Es gibt darüber Diskussionen, auch unter uns Herausgebern und Autoren. Für mich ist klar, dass es nicht mehr möglich ist, einfach eine neue Internationale zu konstituieren, die diese Fragmentierung zwar anerkennt, aber trotzdem zu einem konzeptionellen Vereinheitlichungsprozess führen will. Die Fragmentierung kann zunächst nur in lokalen und regionalen Kontexten durch gemeinsame Kampferfahrungen und damit einhergehende Solidarisierungsprozesse aufgehoben werden. Diese Assoziationen müssten sich mit globalen Föderationen von verschiedenen sozialen Gruppierungen verbinden, die weltweit aktiv sind, wie z.B. den Automobilarbeitern. Es handelt sich also um eine komplexe Transformationsperspektive, die nicht mehr von einer führenden Schicht der Ausgebeuteten ausgeht, die dann Bündnispartner mitnimmt, sondern um ein Multiversum, das immer differenziert bleibt und trotzdem eine gemeinsame Frontlinie findet.

Revolutionäre Sozialforen?

Ich glaube, die Ära der Sozialforen ist schon vorbei. Es geht um eine Ebene darunter, darum, in die soziale Wirklichkeit zurückzukehren und von da aus zu agieren. Da geht es dann um Selbstbestimmung und Abbau von Hierarchien und eben nicht um politische Repräsentation. Die Ebene der politischen Repräsentation und der neoliberalen Bündnisse ist zu verlassen.

Nicht nur Stellvertreterpolitik, sondern auch politischem Avantgardismus erteilen Sie bereits in der Einleitung des Buches eine Absage. Muss aber nicht dennoch ein weltweites Zentrum der Kommunikation und Assoziation des Multiversums her?

Es geht zunächst darum, die lokal-regionale Ebene tatsächlich zu assoziieren. Ohne die globalen Schnittstellen und eine globale Gegenplanung läuft das aber nicht. Von daher scheinen mir die globalen Föderationen sehr wichtig zu sein. Im zweiten Band meines Krisenbuches, an dem ich derzeit arbeite, will ich das weiterentwickeln und verschiedene praktische Erfahrungen einfließen lassen.

Sind Sie enttäuscht, dass die Solidarisierung innerhalb des Multiversums durch die Krise eher blockiert wird?

Im Augenblick ist die Krise tatsächlich eine Blockade, aber das ist historisch immer so gewesen. Aus der Arbeitergeschichte kann man aber nachweisen, dass dies sich im Übergang zum nächsten Konjunkturzyklus ändern könnte und wir uns darauf vorbereiten sollten. Auch Apathie, Ratlosigkeit und die Tendenz zu glauben, dass es die Nachbarn trifft und nicht einen selbst, können irgendwann in Rebellion umschlagen. Insofern verstehe ich auch »Über Marx hinaus« als einen Beitrag zu einer solchen Perspektive. Marx selbst hat in der Weltwirtschaftskrise von 1857 bis 1959 seine wissenschaftlichen Arbeiten und seine Artikel für die »New York Daily Tribune« als Beitrag zu einer antikapitalistischen Perspektive angesehen. Diese Aufgabe haben wir heute auch wieder.

62 Jahre Nakhba

Da auf Indymedia anlässlich des 62. Jubiläums der Nakhba („Katastrophe“) wieder mal das Anti-D/Antiimp-Gedisse angefangen hat, dokumentiere ich mal ’nen Text der Proletarischen Front aus Hamburg, die schon 1972 die Solidarität mit Fatah und PFLP kritisierte ohne in ein prozionistisches Hohelied einzustimmen. Die Proletarische Front war übrigens einer der Versuche den Operaismus auch als politische Praxis in der BRD umzusetzen. Gemeinsam mit anderen operaistischen Gruppen bildete sie den „Wir wollen alles“ Zusammenhang. In ihr war u.a. Karl-Heinz Roth organisiert. Ungewöhnlicherweise fand ich den Text unter den Indykommentaren!

Fall von Saigon

Am 30.4. vor 35 Jahren endete der Vietnamkrieg mit dem Fall Saiogons. Damit wurde endgültig besiegelt, dass die US-Armee einer Kombination aus linker Revolte im eigenen Land und antiimperialistischen bewaffneten Kampf unterliegen konnte. Kurzzeitig erschien es vielen möglich und logisch, dass der Imperialismus „nur ein Papiertiger“ sei.

Bei der Denver Post findet ihr eine beeindruckende Foto-Reihe:

http://bit.ly/c8axHn

Ein kleiner Vorgeschmack hier:

Vietnam Bild 140